Zahn DR. MED. DENT. ROLAND HEHN
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Oralchirurgie

Unter Oralchirurgie versteht man die gesamte zahnärztliche Chirurgie im Mund- und Kieferbereich. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Weisheitszahnentfernung
  • Wurzelspitzenamputation (auch Wurzelspitzenresektion genannt)
  • Entfernung von verlagerten Zähnen
  • Freilegung von Zähnen und Anschlingung zur kieferorthopädischen Einstellung
  • Kiefergelenkserkrankungen
  • Kieferhöhlenerkrankungen
  • Mundschleimhautveränderungen
  • Entzündungen
  • Parodontologie
  • Implantologie

Weisheitszahnentfernung

Die Weisheitszähne sind die dritten großen Backenzähne (Molaren). Sie treten im Alter von 17-25 Jahren durch. Bei über 70% aller Menschen ist der Kiefer jedoch heutzutage zu klein, so dass sich diese Zähne nicht regelgerecht in die Zahnreihe einstellen können. Schmerzen, Entzündungen und Zahnverschiebungen sind die Folge.
Auch wenn sich die Weisheitszähne nicht einstellen und noch im Kiefer verlagert verbleiben können Entzündungen entstehen.

Eine Entfernung der Weisheitszähne ist in der Regel angezeigt, wenn absehbar ist, dass sie sich aus Platzmangel nicht regelgerecht in die Zahnreihe einstellen werden.
Bei kieferorthopädischen Behandlungen ist dies sehr häufig der Grund für eine frühzeitige operative Entfernung (sogenannte Germektomie), auch im Hinblick auf die Sicherung des erzielten kieferorthopädischen Ergebnisses. Hierdurch können spätere Zahnverschiebungen im Seitenzahnbereich vermieden werden.

Fachzahnärzte für Oralchirurgie sind duch ihre 4-jährige klinische Weiterbildung speziell dafür ausgebildet auch tief im Kiefer verlagert liegende Weisheitszähne zu entfernen.

Günstigster Zeitpunkt ?

Im jugendlichen Alter von 15 - 19 Jahren ist der günstigste Zeitpunkt. Hier sind die Wurzelspitzen der Weisheitszähne in der Regel noch nicht vollständig ausgebildet, so dass das Risiko des Eingriffs minimiert werden kann. Außerdem ist in diesem Alter auch das Heilungspotential sehr groß.

Durchführung der Behandlung ?

In unseren voll klimatisierten Eingriffsräumen lassen sich die allermeisten Operationen sehr gut unter örtlicher Betäubung (lokale Anästhesie) häufig mit vorheriger oraler Prämedikation durchführen (hierbei erhalten Sie zuvor eine kleine Tablette).
Sie sollten dann jedoch für eine persönliche Begleitung sorgen und können an diesem Tag kein Kraftfahrzeug mehr steuern.

Wir haben auch die Möglichkeit die geplante Operation im Dämmerschlaf (Sedierung) oder auch in Zusammenarbeit mit unserer Narkoseärztin ambulant in Vollnarkose (ITN) durchzuführen.

In einem Vorgespräch beraten wir Sie hierüber gerne.

Wurzelspitzenamputation

Durch einen entzündlichen Zerfall der Zahnpulpa (inneres Gewebe im Zahn) kann es auch fortgeleitet an der Zahnwurzelspitze und in direkter knöcherner Nachbarschaft zu einer Entzündung (Osteolyse) kommen.
Zunächst versucht man dies durch eine konventionelle Wurzelkanalbehandlung zur Ausheilung zu bringen. Dies gelingt durch die Fortschritte in der Endodontie heute in der Regel sehr viel besser als früher.
Dennoch gibt es nach wie vor noch Fälle, bei denen die Ausheilung des entzündlichen Prozesses nicht allein durch die Behandlung von oben gelingt.

Hier muss dann eine Wurzelspitzenamputation erfolgen: Dabei wird in örtlicher Betäubung die Wurzelspitze des entzündeten Zahnes um ca. 2 mm abgetragen und das entzündliche Gewebe im Knochen gründlichst ausgeräumt.
Zusatzlich kann hier noch eine Gewebsdekontamination mit dem Laser erfolgen.
Oft ist es auch notwendig mit mikrochirurgischen Maßnahmen das Wurzelkanallumen an der Amputationsstelle von dieser Seite her noch zusätzlich abzudichten (= retrograde Wurzelkanalfüllung).
Hier leistet das Operationsmikroskop oder die Lupenbrille wertvolle Dienste.

Anmerkung: Oft wird die Wurzelspitzenamputation (WSA) auch gerne als Wurzelspitzenresektion (WSR) bezeichnet. Beides ist dasselbe.
Sprachlich korrekter ist sicherlich „amputieren“= ein Stück abtrennen (hier von der Zahnwurzel), als „resezieren“ = ein Stück heraustrennen (beispielsweise bei einer Darm-Op).

Freilegung von Zähnen zur kieferorthopädischen Einstellung

Teilweise treten bleibende Zähne im Wechselgebiss nicht regelgerecht durch und stellen sich nicht von selbst korrekt in der Zahnreihe ein.
Hier konnen wir für die Kieferorthopädie vorbereitende und unterstützende Maßnahmen durchführen:
Die im Kiefer verlagerten Zähne (am meisten sind die Eckzähne dabei betroffen) werden in örtlicher Betäubung freigelegt und dabei mit einem Bracket beklebt, welches mit einer Anschlingung verbunden ist. Diese wird zunächst vorübergehend am kieferorthopädischen Bogen befestigt.
Kurze Zeit darauf fügt der Kieferorthopäde bzw. die Kieferorthopädin dann ein Gummi dazwischen, um auf den verlagerten Zahn eine Zugkraft auszuüben und ihn damit zur Einstellung in die Zahnreihe zu bewegen.